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Das Projekt

“Von Kiez zu Kiez” vergleicht Themen in 2 EU-Städten, um eine EU-Öffentlichkeit auf Nachbarschaftsebene zu schaffen. Insgesamt werden 6 Themen in 6 EU-Städten und Berliner Bezirke verglichen. Der Austausch EU-Bürger verschiedener Mitgliedsstaaten und aus allen politischen Ebenen bildet das Herz des Projekts. Bürger einer Stadt sollen die Lage Ihrer Mitbürger verstehen, wie die EU “im Kiez” präsent ist, indem die Verbindung der lokalen, nationalen und EU-Ebenen erlebbar wird. Das Projekt nutzt bestehende Städtepartnerschaften und dauert 18 Monate.

Themen und Städte:

T1. Jugendarbeitslosigkeit, Berlin-Wedding & Tourcoing, Frankreich

T2. Nationale Minderheiten, Berlin-Mitte & Budapest VI Terazveras, Ungarn

T3. Unionsbürgerschaft, Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf & Split, Kroatien

T4. Digitale Wirtschaft und Datenschutz, Berlin gesamt & Tallinn, Estland

T5. Asylpolitik, Berlin Tempelhof-Schöneberg & Amstelveen, Niederlanden

T6. Ausbildung und Mobilität, Berlin Steglitz-Zehlendorf & Langadas-Sochos, Griechenland

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Das Projekt trägt zum besseren Verständnis der vielfältigen Europäischen Union bei. Ziel ist, die EU den Bürgern näher zu bringen und ihnen erkennen zu geben, was sie mit EU-Bürgern anderer Mitgliedsstaaten teilen. Sie setzen sich mit Themen auf lokaler, nationaler und EU-Ebene auseinander und tauschen sich dazu aus. Das Projekt beleuchtet insbesondere die Arbeit des EU Parlaments, die Institution mit der höchsten demokratischen Legitimation. Das Projekt bringt Unionsbürger und deren institutionelle Repräsentanten zusammen. „Von Kiez zu Kiez“ bietet daher eine Plattform für lokale, bisher vernachlässigte Akteure (vor allem nicht-kommerzielle Medien und anderen Kiezakteure), sich zu europapolitischen Themen zu äußern, was zur Bottom-Up der Europäisierung beiträgt.

Thematisch beschäftigt sich es mit sechs ausgewählten, aktuell brisanten Politikfeldern: Jugendarbeitslosigkeit, Unionsbürgerschaft, Asylpolitik, Ausbildung & Mobilität, Minderheiten und digitale Wirtschaft/Datenschutz. Diskutiert wird auf lokaler, nationaler und EU-Ebene in verschiedenen Diskussionsrunden, wobei durch die aktive Partizipation der Unionsbürger Gemeinsamkeiten und Unterschiede festgestellt werden und das Bewusstsein für die europäische Vielfalt verstärkt wird. Alle Inhalte werden medial dokumentiert.

Jedes Thema wird separat in einem Berliner Bezirk sowie in der jeweiligen Bezirks-Partnerstadt behandelt. Wir arbeiten mit den Städtepartnerschaften der Berliner Bezirke, was Bürgernähe garantiert. In den zwei EU-Städten finden Gesprächsrunden oder sog. Fokusgruppen von jeweils 25 Bürgern statt, die das Thema aus der lokalen Perspektive beleuchten. Die Ergebnisse der Gespräche werden dokumentiert und veröffentlicht. Zwei Bürger aus der jeweiligen Fokusgruppe, als Vertreter der Gruppe, werden anschließend mit lokalen Politikern sowie einem Themenexperten zur ersten, öffentlichen Radiosendung eingeladen, von einem Radiosender in der Partnerstadt durchgeführt. Dasselbe passiert in Berlin. Die Teilnehmer der 2 lokalen Radiosendungen treffen sich danach im Europaparlament mit den zuständigen Europaabgeordneten, um über das Thema bei einer gefilmten Radiosendung zu diskutieren, welche die europäische Dimension des Themas aufzeigt. Bei einer öffentlichen Diskussion in Berlin treffen sich abschließend alle Teilnehmer der vorherigen Sendungen mit nationalen Politikern, um öffentlich das Thema im Mehrebenenansatz zu besprechen.

In den Radiosendungen und Fokusgruppen werden wesentliche Beiträge (policy input) einer neuen europäischen Öffentlichkeit gesammelt, die das Projekt stärke. Damit wird die EU den Bürgern näher gebracht, die Entscheidungsebenen werden verbunden, ein reger Austausch ermöglicht und Kommunikationskanäle aufgebaut. Die Themen Unionsbürgerschaft und Ausbildung & Mobilität sollen das europäische Bewusstsein kräftigen und die demokratische Bürgerbeteiligung auf Unionsebene erlauben. Asylpolitik, Minderheiten und Religion greifen die Vielfalt der EU auf, die Beschäftigung mit diesen Themen appelliert an die europäische Solidarität in Krisenzeiten, bekämpft die “Stigmatisierung von Flüchtlingen oder Einwanderern” und fördert den interkulturellen Dialog. Die topaktuellen Themen Jugendarbeitslosigkeit und digitale Wirtschaft zeigen, wie die EU globale Probleme bewältigt und inwieweit demokratische Entscheidungsprozesse in diesen Politikgebieten möglich sind. Alle sorgfältig gewählte Themen tragen zur Reflexion und Debatte über die Zukunft Europas bei.

Treffpunkt Europa spricht über das Projekt, ein Interview mit Adrian Garcia-Landa

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